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Der Fortbildungskalender wird regelmäßig aktualisiert. Für Fragen zu den Seminarangeboten steht Ihnen unser Team gern zur Verfügung.

 
  F I L M F O R U M
 
 
 

   Berühmte Künstler und ihre Krankheiten

   Seit 2003 werden während des Sommersemesters im Rahmen des Filmforums Themenzentrierte Filme zu Krankheiten oder
   Formen der Krankheitsverarbeitung vorgestellt.    

   Im Anschluss an den jeweiligen Film erläutern Experten aus Medizin, Pflege und psychosozialen Berufen Aussagen im Film und
   Filmszenen, so dass der Zuschauer eine Klärung dazu erhält, was ist im Film 'Kino' und was wird - bezogen auf die Erkrankung -
   richtig dargestellt; des Weiteren stehen sie als Gesprächspartnern den Fragen der Filmbesucher Rede und Antwort.   

   Im Sommersemester 2010 werden wir - als Bindeglied zu den Ringvorlesungen "Krankheiten berühmter Künstler" fünf Filme   
   vorstellen, in denen die Lebensgeschichte, das schöpferische Arbeiten und die Erkrankung eines Künstlers porträtiert werden.

   Im Anschluss an den Film finden wieder die Gespräche zur Filmreflexion statt.
 


   Dr. Ingrid-Ulrike Grom                                  

   Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden gGmbH                  


      
   
   
   
   Beginn: 25. März 2010
   Zeit: jeweils Donnerstags von 19:00 bis 21:00 Uhr
   Teilnehmerbeitrag: 2,00 €
   Veranstaltungsort:               Tagungszentrum Clara-Wolff-Haus, 3. OG, Canalettostraße 13, 01307 Dresden
   
    

    25. März 2010    "Frühlingssinfonie" 

„Frühlingssinfonie" erzählt die Liebesgeschichte zwischen Clara Wieck und Robert Schumann, aber auch die Geschichte der Hassliebe zwischen Schumann und Claras Vater, der seiner Tochter in mehr als väterlicher Liebe verbunden ist. Indem er ihre Karriere betreibt, will er sich selbst als Künstler verwirklichen. Was wäre Wieck ohne Clara? Was würde aus Schumann ohne sie? Alle drei Protagonisten verbindet eine Leidenschaft: die Musik.

Der Kampf, den die beiden Männer um Clara führen, ist zugleich ein Kampf verschiedener Kunst- und Lebensstile, ein Kampf der Generationen. Schumanns voreheliches Leben, seine wechselnden Liebschaften, seine exzessiven Klavierübungen, die bis zur Selbstverstümmelung führen, seine frühe, manisch-fiebrige Musik stehen in krassem Kontrast zum traditionellen Virtuosentum, das Wieck mit seiner Tochter glänzend manifestiert.

Höhepunkt des Films ist der Prozess, der um Schumanns und Claras Eheerlaubnis geführt werden muss. Für Wieck bricht eine Welt zusammen, er ist die tragische Figur der Geschichte. Schumann gewinnt Clara.

Seine "Frühlingssinfonie" ist Ausdruck seiner Liebe, seiner Leidenschaften für Clara und Ausdruck eines nach vielen Rückschlägen errungen Sieges. Der Schluss des Films lässt anklingen, dass es ein Sieg auf Zeit ist.

06. Mai 2010      "Vincent van Gogh - ein Leben in Leidenschaft"

Der Niederländer Vincent van Gogh  (1853 – 1890) ist der vielleicht bekannteste Maler auf der Welt. Zu Lebzeiten jedoch wurde er nur von wenigen Fachkollegen anerkannt, lebte in ärmsten Verhältnissen  und war gesellschaftlich ein Außenseiter. Er  wurde als Sohn eines Priesters bei Breda geboren. Auch er wollte Priester werden, kommt jedoch immer wieder mit den konkurrierenden Moralvorstellungen seiner Kollegen in Konflikt. Zunehmend spürte er,  dass seine wahre Berufung in der Malerei liegt. Er zieht nach Südfrankreich, wo er die Motive zu finden hofft, die er vor seinem inneren Auge sieht und auf Leinwand bannen will.  

Über seine Erkrankung wurde viel spekuliert. Am ehesten hält die Hypothese des Erfurter Psychiatrieprofessors Karl Leonhard stand, der in einer Analyse des Lebenslaufes zeigte, dass sowohl der Verlauf als auch die Akutsymptomatik mit der Diagnose der von ihm beschriebenen Angst-Glücks-Psychose vereinbar sei. Aufgrund der Recherchen zeigte sich, dass die überlieferte Lebens- und Krankheitsgeschichte mit dem Vorschlag Leonhards einer zykloiden Psychose nicht nur vereinbar ist, sondern es nur mit dieser Diagnose gelingt, alle Symptome und Verlaufsmerkmale zu einem dafür typischen Syndrom zusammenzufassen. Im Jahre 1890 unternahm Vincent van Gogh einen Suizidversuch mit einem Gewehr. Er erlag seinen Verletzungen, da die Ärzte die Kugel nicht entfernten.

10. Juni 2010     "Shine - der Weg ins Licht"

Den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn, sowie die außergewöhnliche Macht der Liebe machte Scott Hicks zum bewegenden Thema seines Erfolgsfilms Shine. Erzählt wird die wahre Geschichte des australischen Pianisten David Helfgott. Nach einem totalen Zusammenbruch verbringt David über zehn Jahre in Heilanstalten und Sanatorien. Erst als er der Astrologin Gillian begegnet, bringt diese Ruhe und Stabilität in sein inneres Chaos. Durch sie wird aus dem gebrochenen Genie wieder ein Konzert Pianist, der die Welt begeistert und endlich seine Vergangenheit hinter sich lassen kann.

26. August 2010  "Camille Claudel"

                            Ende des 19.Jahrhunderts: Schnürmieder und Tee-Gesellschaften sind das Synonym für Weiblichkeit.
                            Und da benutzt eine Frau ihr künstlerisches Genie als Rammbock gegen die versteinerten Konventionen.    
                            Camille Claudel will leben und arbeiten - als Bildhauerin. Als sie Auguste Rodin kennenlernt, doppelt so alt
                            wie sie und bereits eine Legende, wird sie seine Assistentin und Geliebte. Zunächst beflügelt die Verbindung
                            beide Künstler. Aber Camille wird daran zerbrechen. Denn sie fordert, was ihr weder Auguste Rodin noch ihre
                            Zeit zugestehen will. Die Gesellschaft verbietet ihr als Frau eine künstlerische Eigenständigkeit zu wahren und
                            so muss Camille immer wieder gegen Vorurteile und Verachtung ankämpfen. Doch auch Rodin lässt sie immer
                            wieder fallen. Camille beginnt zu trinken und wird zunehmend
depressiv. In einem Anfall selbstzerstörerischer
                            Raserei zerstört sie eines Tages in ihrem Atelier alle ihre Werke.   

30. September 2010     "Amedeo Modigliani - Ein Leben in Leidenschaft"

                             Paris, Ende der zwanziger Jahre. Der aus Italien stammende Amedeo Modigliani - italienischer Zeichner,
                             Maler und Bildhauer – erfuhr seine heutige Bekanntheit vor allem durch seine Aktgemälde, die zu seiner Zeit
                             als skandalös empfunden wurden. Sein enthusiastisch-exzessives Leben hinterlässt eine große Schaffensfülle
                             grandioser Bilder, jedoch ist Modiglianis Leben gezeichnet  von einer schweren Tuberkulose, die sein Leben
                             unter eine schwere Prüfung stellte. In einem Fiebertraum soll er seine Berufung zur Kunst erkannt haben, mit
                             35 Jahren starb er jedoch an den Folgen seiner Erkrankung. Ein Leben in Leidenschaft zeigt das Ringen eines
                             jungen Künstlers um Anerkennung unter den großen Künstlern seiner Zeit und auch in der Liebe zu Jeanne.


         Programm:            ( PDF-Format)

 
 
  
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